Architektur
Architektur Städtebau
Das Grundstück ist geprägt von der fantastischen Fernsicht über den Zürichsee auf die Glarneralpen im Süden bis weit im Norden auf die Stadt Zürich und den Uetliberg. Der Blick schweift leicht entlang des Pfannenstiels am Gegenufer des Sees. Die gute Sicht auf den See wird verstärkt durch die steile Hangkante auf dem Grundstück und das grosse Gefälle gegen Osten. Der Linthgletscher hat hier vor 50'000 Jahren kräftige Spuren hinterlassen. Diese Reibung, die Schiebung und Formung schwingen im Projekt mit. Neben der Orientierung zur Aussicht und zum See ist die gegenläufige Orientierung zur Abendsonne ein wichtiges Entwurfsthema.
Das architektonische Konzept basiert auf der Orientierung aller Zimmer zum See und zur Aussicht sowie auf einem grossartigen Aussichtserlebnis beim Ankommen in der Lobby im Erdgeschoss. Dieses bildet ein Zentrum, wo Ankommen, Essen, Trinken, Verweilen, Geniessen und Arbeiten auf einer grosszügigen Ebene zusammenkommen. Gleichzeitig verbindet dieses Zentrum die Gartengeschosse und die oben liegenden Zimmergeschosse.
Die dynamische Form des Daches wird akzentuiert und der Eingangshof stärker gefasst mit dem ergänzenden Flügel von Bar und Wellness. Die glaziale Kraft wird thematisiert. Das Aufbrechen und Schieben soll erkennbar werden, wenn Teile wie Schollen zueinander in einem dynamischen Bezug stehen.
Erschliessung
Das Ankommen direkt in die Mitte der Anlage sichert die Überschaubarkeit des Eingangs-, Gastro- und Saalgeschosses und ist ein wichtiges Thema für die Erschliessung, gleichzeitig ist es ein Garant für kurze Wege. Die Autoerschliessung erfolgt über die Säumerstrasse mit einem schwungvollen Bogen zur Vorfahrt und auf das offene Parkfeld oder direkt in die Tiefgarage. Im Hotel erschliessen die Aufzüge sämtliche Ebenen behindertengerecht.
Materialisierung
Die Gartengeschosse bilden den massiven Sockel. Hier besteht die Aussenfassade aus strukturiertem Beton. Darüber bildet das Erdgeschoss als leichte, transparente Schicht aus Glas den Übergang zu den darüber liegenden Platten mit den Gästezimmern, sich über eine durchlaufende Balkonplatte zum See öffnend. Die geschlossenen Teile bestehen aus feingliedrigen, hinterlüfteten Holzelementen. Vertikale Holzlamellen vor den Balkonen definieren die äusserste Gebäudekante.
Das Dach, in einzelne Schollen aufgeteilt, ist mit einer grossflächigen, hinterlüfteten Blechdeckung in mattem Zinkorblech gedeckt und unterstreicht den schwebenden, leichten Charakter des Gebäudes über dem massiven Sockel.
Mit dem offenen, einladenden und ausgreifenden Erdgeschoss verbunden ist die Idee der durchgehenden Materialisierung von Innen nach Aussen und der räumlichen Aufhebung der thermischen Grenze. So wird der Asphalt der Vorfahrt farblich in der Lobby weitergeführt.
