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Architektur Städtebau
Das Grundstück ist geprägt von der fantastischen Fernsicht über den Zürichsee auf die Glarneralpen im Süden bis weit im Norden auf Stadt und Uetliberg und der Blick schweift leicht entlang des Pfannenstils am Gegenufer des Sees. Die gute Sicht auf den See wird verstärkt durch die starke Hangkante auf dem Grundstück und das grosse Gefälle gegen Osten. Der Linthgletscher hat hier vor 50'000 Jahren kräftige Spuren hinterlassen und Tal und Seitenmoränen geformt. Diese Reibung, das Fliessen des Eisens, Schiebung und Formung schwingen im Projekt mit. Neben dieser Orientierung zur Aussicht und zum See ist die gegenläufige Orientierung zur Abendsonne ein wichtiges Entwurfsthema. Ebenso bestimmend ist die Form des bestehenden Gebäudes mit einem markanten Dach und einer Umschliessung der Zufahrtsseite. Diese prägenden Elemente sollen im Projekt wieder erkennbar sein.
Das architektonische Konzept basiert auf einer Orientierung aller Zimmer zum See und zur Aussicht und auf einem grossartigen Aussichtserlebnis im Erdgeschoss beim Ankommen in der Lobby und in den verschiedenen Restaurants, Bars, Sälen und von den Terrassen. Dieses Erdgeschoss bildet ein Zentrum, wo Ankommen, Essen, Trinken, Verweilen, Geniessen und Arbeiten auf einer grosszügigen Ebene zusammenkommen und gleichzeitig verbindet dieses Zentrum, diese Mitte die Gartengeschosse und die oben liegenden Zimmergeschosse.
Die dynamische Form des Daches wird verstärkt, ebenso wie der Eingangshof stärker gefasst wird mit dem ergänzenden Flügel von Bar und Wellness. Die glaziale Kraft wird thematisiert in verschiedenen Formen und Massstäben, das Aufbrechen und Schieben soll erkennbar werden wenn Teile, wie Schollen, zueinander in einem dynamischen Bezug stehen. 

Erschliessung
Das Ankommen direkt in die Mitte der Anlage mit einer guten Überschaubarkeit des Eingangs-, Gastro- und Saalgeschosses ist ein wichtiges Thema für die Erschliessung, gleichzeitig ist es ein Garant für kurze Wege. Die Autoerschliessung erfolgt über die Säumerstrasse mit einem schwungvollen Bogen zur Vorfahrt und auf das offene Parkfeld oder direkt in die Tiefgarage. Von den gesamthaft 71 Parkplätzen sind 44 Plätze geschützt in der Tiefgarage untergebracht, davon 16 in der Garagenerweiterung. Im Hotel erschliessen die Aufzüge sämtliche Ebenen behindertengerecht. 

Materialisierung
Die Gartengeschosse bilden den massiven Sockel. Hier besteht die Aussenfassade aus strukturiertem Beton. Darüber bildet das Erdgeschoss als leichte transparente Schicht aus Glas den Übergang zu den darüber liegenden Platten mit den Gästezimmern, sich über eine durchlaufende Balkonplatte zum See öffnend. Die geschlossenen Teile bestehen aus feingliedrigen, hinterlüfteten Holzelementen. Vertikale Holzlamellen vor den Balkonen definieren die äusserste Gebäudekante.
Das Dach, in einzelne Schollen aufgeteilt, ist mit einer grossflächigen, hinterlüfteten Blechdeckung in mattem Zinkorblech gedeckt und unterstreicht den schwebenden, leichten Charakter des Gebäudes über dem massiven Sockel.
Mit dem offenen, einladenden und ausgreifenden Erdgeschoss verbunden ist die Idee der durchgehenden Materialisierung von Innen nach Aussen und der räumlichen Aufhebung der thermischen Grenze. So wird der Asphalt der Vorfahrt farblich in der Lobby weitergeführt.